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Schubert: ausgewählte Lieder (mit noten – sheet music)

Schubert: ausgewählte Lieder (mit noten – sheet music)

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An die Musik 00:00

Auf dem See 02:50

Auf dem Wasser zu singen 06:08

Erlkönig 09:57

Der Musensohn 13:53

Der Tod und das Mädchen 16:12

Der Zwerg 19:13

Gretchen am Spinnrade 24:30

Im Frühling 28:02

Rastlose Liebe 33:19

Suleika I -34:37

Ständchen 40:08

An den Mond 43:49

Sei mir gegrüßt! 47:34

Die Forelle 52:07

Litanei Auf das Fest Aller Seelen 54:17

Nacht und Träume 59:12

Ave Maria 1:03:30

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Franz Peter Schubert

(31. Jänner 1797 in der Gemeinde Himmelpfortgrund, heute ein Stadtteil von Wien im Bezirk Alsergrund; † 19. November 1828 in Wieden, heute auch ein Stadtteil von Wien) war ein österreichischer Komponist.

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Obwohl Franz Schubert schon im Alter von 31 Jahren starb, hinterließ er ein reiches und vielfältiges Werk. Er komponierte über 600 Lieder, weltliche und geistliche Chormusik, sieben vollständige und fünf unvollendete Sinfonien, Ouvertüren, Bühnenwerke, Klaviermusik und Kammermusik.

Zu seinen Lebzeiten war die Zahl seiner Bewunderer noch begrenzt. Mendelssohn, Schumann, Liszt, Brahms und andere Komponisten der Romantik entdeckten und rühmten das Werk ihres Vorgängers. Heute ist Schuberts Rang als herausragender Vertreter der frühen Romantik unbestritten.

Lieder

Circa 600 Lieder, darunter

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Unter den zahlreichen Kompletteinspielungen des Schubertschen Liedschaffens gibt es zwei, die man hervorheben kann. Eine ältere Einspielung allerdings nur der ausdrücklichen Männerlieder erschien in den Jahren 1969/1970 mit Dietrich Fischer-Dieskau (Bariton) und dem Klavierbegleiter Gerald Moore beim Label Deutsche Grammophongesellschaft, zuerst auf LPs, heute auf 18 CDs. Eine um die ausdrücklichen Frauenlieder ergänzte Einspielung mit verschiedenen internationalen Sängern und Sängerinnen und durchgehend mit dem Klavierbegleiter Graham Johnson erschien zwischen 1987 und 2005 beim britischen Label Hyperion Records auf insgesamt 37 CDs.

Beginnend schon zu Schuberts Lebzeiten erschienen auch zahlreiche mit Gitarrenbegleitung eingerichtete Bearbeitungen seiner Lieder.

Rezeption und Nachwirkung

In der Literatur wird Schubert traditionell gerne als verkanntes Genie dargestellt, das seine Meisterwerke unbeachtet von der Öffentlichkeit schuf. Wahr ist daran, dass Schubert mit seinen Großwerken – etwa seinen Sinfonien – keine große Wirkung erzielte und ihm mit seinen Opern nicht der ersehnte Durchbruch gelang. Ein wesentlicher Grund dafür war, dass er selbst nicht die Öffentlichkeit suchte und anders als Mozart und Beethoven erst 1827 von seinen Freunden zu einem eigenen Konzert überredet werden konnte, das dann auch ein großer Erfolg wurde.

Andererseits war Schubert durchaus überregional bekannt. Vor allem Vogl sorgte als Sänger für die Verbreitung seiner Lieder, und gegen Ende seines Lebens begannen sich auch die Verleger dafür zu interessieren. Rund 100 seiner Werke wurden zu seinen Lebzeiten im Druck veröffentlicht – gemessen an der Zahl von insgesamt etwa 600 Liedern nur ein kleiner Anteil, jedoch mehr, als viele seiner Zeitgenossen publizierten.

Nach Schuberts Tod veröffentlichte Diabelli in den folgenden Jahren noch zahlreiche Lieder und andere kleine Kompositionen. Es dauerte allerdings lange, bis auch die Sinfonien, Messen und Opern der Öffentlichkeit zugänglich wurden. Bei einem Aufenthalt in Wien besuchte Robert Schumann Ferdinand Schubert, der ihm einige Kompositionen aus dem Nachlass zeigte. Schumann begeisterte sich sofort für die Große Sinfonie in C-Dur und setzte sich für sie ein. Am 21. März 1839 fand ihre Uraufführung unter Felix Mendelssohn Bartholdy im Leipziger Gewandhaus statt. Die Unvollendete Sinfonie gelangte erst 1865 aus dem Besitz von Anselm Hüttenbrenner in die Hände des Dirigenten Johann von Herbeck, der sie am 17. Dezember in Wien uraufführte.

Schubert hat trotz seines kurzen Lebens in allen Gattungen seiner Zeit Außerordentliches geschaffen und wird in der heutigen Musikwissenschaft neben Beethoven als der Begründer der romantischen Musik im deutschsprachigen Raum angesehen. Anders als die Komponisten der Wiener Klassik, in deren Tradition er wirkte, räumte er auch den kleineren Formen (Klavierstücke wie Deutsche Tänze, Moments musicaux oder Impromptus) breiten Raum in seinem Schaffen ein, was sich in den Œuvres vieler romantischer Komponisten fortsetzte, angefangen bei Mendelssohn und Schumann und bis in das 20. Jahrhundert (Hugo Wolf, Skrjabin).

Die musikwissenschaftliche Forschung ist sich darin einig, dass der bedeutendste Beitrag Schuberts zur europäischen Musikgeschichte in seinem Lied-Schaffen besteht. Die Gattung Kunstlied entsteht in ihrer verbindlichen neuen Form eigentlich erst durch ihn. „Franz Schubert hat eine Welt von Poesie in Musik verwandelt. Er hat das Kunstlied auf eine bis dahin nicht gekannte Höhe geführt.“ So beginnt Dietrich Fischer-Dieskau, einer der bedeutendsten Lied-Interpreten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sein material- und kenntnisreiches Buch über Schuberts Lieder. Schuberts Vorgänger in der Wiener Klassik Haydn, Mozart und Beethoven (sowie die zahlreichen Kleinmeister) hatten keine sonderlich ausgeprägte Beziehung zum Lied, auch wenn sie hin und wieder Lieder komponierten. Das Besondere an Schuberts Liedern ist etwas, das ihnen fremd war: Schubert komponiert in der Tat „Eine Welt von Poesie“, genauer gesagt: die Sprachgestalt von über 600 Gedichten in Musik. Das heißt, nicht eine musikalische Idee ist leitend (wie sich das beispielsweise in der kompositorischen Eloquenz von Mozarts Arien oder Ensembles in den Opern zeigt), sondern die sprachliche Vorgabe.

Dabei gelingt es Schubert, die besten musikalischen Mittel zu finden, mit denen er die vorgegebene sprach-lyrische Gestalt eines Gedichts nachvollziehen kann. Er ist darin so sicher, dass es unter seinen rund 600 Liedern nur sehr selten zu Fehlgriffen kommt, auch in seinem Frühwerk. Seine Mittel, der vorgegebenen melodischen und metrisch-rhythmischen Sprachgestalt musikalisch zu folgen, sind auch äußere Mittel wie gezielte Wiederholungen von Text (oder gerade das Unterlassen einer erwarteten Wiederholung wie z. B. im Schluss des letzten Lieds der Winterreise, des Leiermanns), häufiges Wechseln des Tongeschlechts in einem Lied, DominantTonika-Kadenzen im Fortissimo als rhetorische Bestätigungen sowie – gerade das gelingt Schubert verblüffend gut – die Klavier-Imitation realer Schallphänomene wie z. B. plätscherndes Wasser, Hundegebell, die Drehbewegung eines Spinnrads, Wetterereignisse, der Klang von anderen Musikinstrumenten, vor allem der Laute usw. Auch die immer stärker werdende Abkehr vom Strophenlied zugunsten des durchkomponierten Lieds fällt auf, da ja die einzelnen Strophen eines Gedichts in ihren Mitteilungen so unterschiedlich sein können, dass keineswegs immer dieselbe Musik dazu passt.

Schuberts Lied-Schaffen unterscheidet sich aber nicht nur von den Liedern seiner Vorgängern wie etwa denen Zelters, sondern auch von seinen Zeitgenossen und Nachfolgern. Bereits Robert Schumann, der sich vergleichbar engagiert dem Kunstlied widmet, teilt Schuberts sprachlichen Ansatz nicht im strengeren Sinn. Auch in zu Recht berühmten Liedern Schumanns wie etwa den Eichendorff-Liedern wird weniger die sprach-lyrische Vorgabe musikalisch repräsentiert als vielmehr die besondere „Stimmung“, die durch das Gedicht erzeugt wird. Es dominiert die für diese Stimmung erdachte Musik, nicht die sprachliche Vorgabe, die diese Stimmung erzeugt hat.

Noch deutlicher wird dies bei späteren Lied-Kompositionen wie denen von Brahms oder Richard Strauss. Während uns Schubert Gedichte musikalisch vermittelt, vermitteln uns Schumann, Brahms, Loewe oder Strauss musikalische Einfälle anhand von Gedichten.

Die ähnlich wie im Fall Mozarts besonders umfangreiche biographische Literatur zu Schubert erörtert diesen grundsätzlichen Sachverhalt zwar nicht expressis verbis, stammt aber aus einer diesem Komponisten zuteil werdenden starken emotionalen Bindung, die wiederum ein Echo ist auf die besonders sprachlyrisch verpflichtete Gestalt der Schubertschen Liedkompositionen.

Während schon das 19. Jahrhundert in Schubert vor allem den eigentlichen Schöpfer des Kunstliedes bewunderte, gewann im 20. Jahrhundert auch seine Instrumentalmusik zentrale Bedeutung im Konzertrepertoire. Auch die Instrumentalkompositionen Schuberts, vor allem die kammermusikalischen, spiegeln sein besonderes Verfahren und erscheinen deshalb oft wie „Lieder ohne Worte“. Die Gesänge der Deutschen Messe sind im kirchlichen Alltag, insbesondere in Österreich, bis zum heutigen Tag sehr verbreitet und populär. Lediglich seine Opern fristen, hauptsächlich wohl wegen der oft wirren und theatralisch unergiebigen Textbücher, bis heute ein Schattendasein.

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