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Felix Mendelssohn‐Bartholdy (1809-1847)

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Mendelssohn – Auf Flügeln des Gesanges (On Wings of Song) with sheet music download

Felix Mendelssohn‐Bartholdy (1809-1847)

Am 3. Februar 1809 kam Felix Mendelssohn als zweites Kind von Abraham und Lea Mendelssohn in Hamburg zur Welt. Schon bald danach übersiedelte die Familie nach Berlin, wo Felix, wie es zu der Zeit Mode war, trotz seines jüdischen Vaters, christlich getauft wurde, patriotisch erzogen und humanistisch durch Hauslehrer ausgebildet wurde. Sein Vater konvertierte im Jahre 1822 schließlich selbst zum Christentum, zu dessen Anlass er sich die Namensergänzung Bartholdy zulegte – ebenfalls nach einer damals üblichen Sitte.

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Der lockenköpfige Felix wuchs mit seinen drei Geschwistern Fanny, Rebecca und Paul in einem bildungsbewussten Haushalt auf. Seine Mutter beschäftigte sich mit Klavierspielen, Singen, Zeichnen sowie der englischen, französischen und italienischen Sprache. Von ihr erhielt Felix Mendelssohn auch die ersten Unterrichtsstunden im Klavierspiel. Einen großen Einfluss auf seine musikalische Entwicklung hatte Carl Friedrich Zelter, ein Freund Goethes und Leiter der Berliner Singakademie. Er
unterrichtete Felix u.a. in kontrapunktischen Studien.

Dabei ließ er Felix die Freiheit einen eigenen Stil entwickeln zu können. Ab etwa 11 Jahren fing Felix Mendelssohn an zu komponieren, das freiwillige regelmäßige Üben am Instrument war außerdem eine Selbstverständlichkeit.

Der Vater war skeptisch über die beruflichen Wünsche seines Sohnes und wollte nicht unbedingt einen Musiker in Felix sehen. Doch ließen bei ihm durch die Bestätigung einer außergewöhnlichen musikalischen Begabung seines Sohnes durch Luigi Cherubini alle Zweifel nach und er unterstützte seinen Sohn bei seinem angestrebten Berufsziel. So fanden zum Beispiel regelmäßig Hauskonzerte oder Sonntagsmusiken im Hause der Mendelssohns mit bis zu 100 Zuhörern statt.

Felix Mendelssohn schrieb sich nach der Herausgabe seiner ersten Veröffentlichung, der „Ouvertüre zum Sommernachtstraum“, an der Berliner Universität ein.

1822 bekam Felix Mendelssohn eine Abschrift der Matthäuspassion von J.S. Bach geschenkt, mit dieser Partitur machte er sich in den nächsten Jahren vertraut, sodass er das Werk 1829 leicht bearbeitet aufführte. Diese Aufführung gilt bis heute als wichtiger Startpunkt der Wiederentdeckung
der Musik von J.S. Bach und seiner Zeit. Der Erlös dieses Konzerts ging an sittlich verwahrloste Kinder.

Anschließend begab sich Felix auf Bildungsreisen nach London, Schottland, Weimar (Goethe), Italien, Schweiz, München, Paris und nochmal London, auf denen er viele Eindrücke sammeln konnte und an
denen er durch viele Briefe seine Familie teilnehmen ließ. Doch auch hier gehörte das Üben und Komponieren fest in den Vormittag des Zeitplanes.
Nach seiner Rückkehr gab er Konzerte als Pianist und bewarb sich auf die Leitungsstelle der Singakademie Berlins.

Bei letzterem erlebte er seine erste große Niederlage (er wurde abgelehnt), die aber durch Einladungen in andere Städte schnell überwunden war. In Düsseldorf unterschrieb er 1833 seinen ersten Anstellungsvertrag als städtischer Musikdirektor, zu welcher auch kirchenmusikalische Aufgaben gehörten.

In der Kirchenmusik entdeckte und schätzte er besonders die a‐capella Werke Palestrinas und andere Alte sowie barocke Meister. Neben seinen Tätigkeiten nahm er Unterricht im Malen und komponierte unter anderem Teile des „Paulus“ und „9 Lieder ohne Worte“. Bei seinem Komponieren richtete er sich nicht nach den allgemeinen Strömungen oder Modeerscheinungen, sondern verfolgte seine eigenen Ideen und hohen Ansprüche.

Zu den Werken vieler seiner Zeitgenossen hatte er wenig Zugang, wie z.B. zu Werken von Berlioz, Liszt und Chopin. Nach seinem Verständnis hatten darin der Takt und die Ruhe zu wenig Bedeutung. Näher lagen ihm Schumann und von Webern. Viel beschäftigte sich Felix Mendelssohn neben der Musik und dem Malen mit der Literatur. So kannte er viele Gedichte und literarische Werke und improvisierte zu Ausschnitten davon. Besonders Goethe und Paul hatten ihn angetan.

1835 kündigte Felix Mendelssohn seine Stelle in Düsseldorf und ließ sich als Leiter der Gewandhauskonzerte in die kunstliebende Stadt Leipzig berufen. Hier betätigte er sich vor allem als Dirigent, dessen Aufgabe normalerweise zu dieser Zeit ausschließlich im Taktschlagen bestand.
Mendelssohn jedoch kam unserem heutigen Verständnis eines Dirigenten‐Amtes sehr nahe, was Aufsehen erregte. Seine Zeichensprache wurde bewundert, und es wurde bestaunt, dass er sein ganzes Orchester beherrschte sowie alle Blicke der Musiker dem Dirigenten zugewandt waren.

In seinen Konzerten mischte er historische und zeitgenössische Musik, wodurch er vor allem die barocke Musik wieder salonfähig machte. Für ihn selbst bedeuteten die Werke Bachs die Offenbarung und so erklangen unter seiner Leitung oder durch sein solistisches Spiel viele Werke des
ehemaligen Thomaskantors Johann Sebastian Bach.

Nach dem Tod des Vaters im Herbst 1835 stürzte sich Mendelssohn in die Arbeit und beendete 1836 den „Paulus“. Anschließend vertrat er einen Freund bei Proben in Frankfurt. In dieser Stadt lernte er seine Frau Cécile kennen, die er 1837 heiratete und mit ihr nach Leipzig zurückkehrte. Dass er sich mit seiner Familie in der Stadt Leipzig sehr wohlfühlte zeigt sich darin, dass er zwar nach einem Ruf des Königshofes 1941 nach Berlin übersiedelte um eine Musikhochschule aufzubauen, aber sein Arbeitsverhältnis in Leipzig dennoch nicht aufgab.

1841 komponierte Felix Mendelssohn „Antigone“ und „Israel in Ägypten“, wobei die Aufführungen sehr unterschiedliche ‐ wenn auch meist positive ‐ Reaktionen hervorriefen. Vor allem im Ausland,
besonders in England wurde Mendelssohn als Star gefeiert. Weniger allerdings in seiner Heimatstadt Berlin. Deshalb fasste er während einer Englandreise den Entschluss, dieser Stadt den Rücken zuzukehren und seine Verpflichtungen dort zu lösen. Zurück in Leipzig gründete er ein
Konservatorium.

Doch bereits 1843 kehrte er, ein Jahr nach dem Tod seiner Mutter, mit seiner Frau und seinen 5 Kindern nach Berlin zurück. Hier waren die Leitung der Kirchenmusik (Domchor) und die Leitung der königlichen Kapelle seine neuen Aufgaben. Endlich nahmen ihn auch die Berliner
freundlicher auf und schätzen seine Werke mehr als bisher. Trotzdem fühlte Mendelssohn sich hier nicht wohl und reiste erneut nach England. Anschließend verweilte er mit seiner Familie in Bad Soden.

Von dort aus löste er sich 1845 endgültig von seinen Ämtern in Berlin und zog zunächst nach Frankfurt. Dort begann er den „Elias“ zu komponieren und kehrte schließlich nach Leipzig zurück.

1846 wurde der „Elias“ in Birmingham uraufgeführt. In der darauf folgenden Zeit hörte man Mendelssohn immer weniger am Klavier oder sah ihn als Dirigent. Er zog sich mehr und mehr zurück und wünschte sich eine kompositorische Schaffensphase. Doch der Tod seiner geliebten Schwester Fanny 1847 ließen ihn nur noch mechanisch seine Arbeit verrichten und er zog sich noch mehr zurück, bevorzugterweise in die Natur hinaus. Seine schon länger bestehenden Depressionen
verschlechterten sich, trotzdem gab es immer wieder Phasen intensivsten Komponierens.

Am 4. November 1847 starb Mendelssohn mit nur 38 Jahren im Kreise seiner Freunde und seiner Familie.

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